Die Eibenfreunde und ihr Wahlspruch "Schützen durch Nützen"


Reisetipp


zu den uralten Eiben in Italien auf dem Gargano im dortigen Foresta Umbra.

Hubert Rößner hat im Eibenfreund 15/2009 auf Seite 115ff das dortige Eibenvorkommen beschrieben und großes Interesse daran geweckt. Im Frühsommer 2009 erfolgte ein weiterer Besuch. Die Anreise ist ein- fach und preiswert mit dem Flugzeug nach Bari (Ankunft abends) oder Pescara (Ankunft nachmittags) möglich. Von dort fährt man mit dem Leihwagen jeweils ca. 180 km ins Zentrum des Gargano.

Etwa 12 km nordöstlich vom Foresta Umbra findet sich die Azienda Agricola von Sebastiani Giuseppe, der über 20 Jahre in Deutschland gearbeitet und dann auf dieser Azienda ein Gästehaus mit sechs klimatisierten Doppelzimmern >>Bed & Breakfast ULIVETO del Gargano<< eröffnet hat (Tel.: 0884 702428 - 349 437 90 45, Internet: www.viesteonline.it/ulivetodelgargano).
Sebastiani Giuseppe kann den Kontakt herstellen zu einem Mitarbeiter des Corpo Forestale Dello Stato, der das eingezäunte Reservat Falascone betreut. Mit der Berufung auf die wissenschaftlichen Forschun- gen der Eibenfreunde sollte ein geführter Zugang möglich sein.

Aber auch um diese eingezäunte Fläche herum stehen in ähnlicher Dichte und Ausformung uralte Eiben. An der Universität von Viterbo wurde 2004 eine Erhebung zu den Eiben durchgeführt, die nicht das um- zäunte Totalreservat und die Fläche südlich der Straße zum Monte St. Angelo umfasste.
Dabei waren die drei höchsten Baumhöhenmessungen 22,5 m, 24,5 m und 24,7 m. Die Erhebung erfasste 1042 Eiben. Von diesen waren in der Durchmesserklasse von 3 - 39 cm 455 Eiben, von 40 - 59 cm 52 Eiben, von 60 - 79 cm 157 Eiben, von 80 - 99 cm 194 Eiben und über 100 cm 184 Eiben. Die dickste ge- messene Eibe erreichte 161 cm Durchmesser.

Es gibt natürlich noch andere Attraktionen vorort. Wirklich sehr große Rotbuchen finden sich als Kern- attraktion des Foresta Umbra auf großer Fläche. Eindrucksvolle Exemplare von Quercus ilex und Quercus cerris sowie Fraxinus ornus, Carpinus betulus und Castanea sativa geben zusammen mit Ilex und dem sich überall hochrankenden Efeu eine sehr sehenswerte und außergewöhnliche Waldlandschaft. Im Bergort Vico gefällt eine 400 Jahre alte riesige Steineiche und überall finden sich alte Ölbaumhaine. Und natürlich ist das Meer nahe. Vom Quartier aus sind es nicht einmal zwei Kilometer an den Sandstrand.